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Soul Story Silatec

A SOUL STORY

Interview über das Unternehmen Silatec


"Das Unternehmen gehört zur Familie, wie ein Kind"

„Massiv wie ein Elefant. Beweglich wie ein Panther.“ Wenn Christoph Hahn sein Unternehmen beschreibt, dann lehnt er sich zurück. Spricht tiefenentspannt. Lächelt. Beweisen muss er nichts, weil die Realität schon alles sagt: SILATEC Sicherheitsglas auf dem G7 Gipfel. In der Hermitage. Im Rijksmuseum Amsterdam. Bei Bulgari weltweit und in den exponierten Anwesen dieser Welt. Immer, wenn es drauf ankommt. Wenn Sicherheit keine Relativierung duldet. 

Tatsächlich: Das sicherste Glas der Welt kommt aus Gelting. Gelting? Ein kleines Industriegebiet, ca. 30 Kilometer südlich von München. Blick auf die Alpen. Ein unscheinbares Gebäude, bodenständig, aufgeräumt. Drinnen: ein Inferno. Rudolf de Cillia drischt mit der Axt auf großes, schweres Panzerglas ein. Bamm! Bamm! Bamm! Das Glas bricht durch. Dann SILATEC. Leicht. Dünn. Die Axt wuchtet auf das Glas. Nochmal. Nochmal. Nochmal, nochmal, nochmal, … bis der kräftige Mitarbeiter aufgibt. Die Mauer steht.

„Immer, wenn wir diese Demo machen, dann sagen die Damen des Hauses zu ihrem Mann: „Du, Schatz, mit dem Glas würde ich mich gleich viel wohler fühlen,“ lächelt Hahn. „Wir haben einen Kunden, der hat seinen SPA-Bereich mit unserem Glas nach außen abgesichert. Der sagt: Wenn irgendwann ein Einbrecher kommt, dann hole ich mir ein Glas Rotwein und schaue ganz entspannt zu.“

Familienunternehmen - was bedeutet das eigentlich für Christoph Hahn? „Das Unternehmen gehört zur Familie, wie ein Kind. Meine Frau und ich, wir sprechen jeden Morgen darüber, am Frühstückstisch, und jeden Abend wieder beim Essen.“ Und das geht seit den 70er Jahren so! Seit sein Vater das im Wortsinne bombensichere Glas erfunden hat. In einer Garage. „Da hat er solange rumexperimentiert, Substanzen geköchelt und gebrutzelt, bis er das richtige Rezept hatte. Ein Glas, das er einfach nicht mehr zerstören konnte. Nicht mit der Axt, nicht mit Schusswaffen, nicht mit Sprengstoff. Ich habe schon mit 15 mitgemacht im Betrieb. Irgendwann habe ich auch die Maschinen mitentwickelt.“ Ganz ruhig sagt das der studierte Bauingenieur. Nur die Augen funkeln. 

Silatec Sicherheitsglas. Der Test

„Wir haben so unglaublich nette und interessante Kunden“, freut sich der gebürtige Münchner, „und so spannende Projekte, da finden wir auch die besten Mitarbeiter der Branche. Fehler sind erlaubt, sie dürfen nur nicht zweimal passieren. Wir entwickeln uns ständig weiter. Und unsere besten Ideen stammen aus der Kreativität der Einbrecher. Jedes Jahr weit über 100 Einbruchversuche, jedes Jahr weit über 100 erfolgreich abgewehrt. Wir sind immer zwei Schritte voraus, und wir fangen da an, wo andere aufhören.“

Zum Beispiel? „2002 wurden in einem der bedeutendsten Museen der Welt zwei immens wertvolle Werke geraubt. Die hatten einfach die Scheibe eingeschlagen! Darauf wurde eine weltweite Suche eingeleitet, mit einer großen Mannschaft, um das Glas zu finden, das absolute Sicherheit bietet. Es wurde niemand gefunden. Außer uns. Die Tests liefen sehr erfolgreich. Dazu bieten wir ja auch 100% UV-Schutz für die Kunstwerke. Seitdem sind wir in den ersten Museen der Welt zuhause.“

So gut lief es nicht immer, sagt Hahn ganz offen. „Normalerweise laufen unsere Maschinen durch. In der Halle heißt es dann immer: „Wir haben keinen Platz! Wissen gar nicht, wohin!“ Nach der Finanzkrise wurde es dann plötzlich sehr, sehr still. Merkwürdiges Gefühl! Und keiner wusste, wann es weitergeht…“

Die erste Alpenüberquerung

Aber Christoph Hahn trägt diese unbeirrbare Unternehmer-DNA in sich. Und lacht gerne selbst über seine Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit: „Meine erste Alpenüberquerung mit dem Mountain- Bike, das war völlig planlos,“ schmunzelt er. „Leider mussten wir feststellen, dass die Turnschuhe vom Vater und unsere Schönwetter-Ausrüstung sich für anhaltenden Schneefall nicht wirklich eignen.“ Habt Ihr´s denn geschafft? Klar.

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