Einbruchhemmendes Glas für Paniktüren

RC2 Glas, RC3 Glas, RC4 Glas mit Polycarbonat




Paniktüren erleichtern flüchtenden Personen das Öffnen der Tür nach außen, auch wenn das Türschloss abgeschlossen wurde.

Nicht nur aus architektonischen Gründen werden Fluchttüren mit großflächigen Glasscheiben ausgeführt.

Im Ernstfall kann es lebensrettend sein, wenn Rettungskräfte durch das Sicherheitsglas ins Gebäude hineinsehen können. Und umgekehrt sehen flüchtende Personen was hinter der Fluchttüre kommt.

Silatec hat über 30 geprüfte Verglasungen für einbruchhemmende Fluchttüren.

Zertifiziert gemäß DIN EN 1627/1630. Denn alles andere darf nicht eingebaut werden: Eine P4A Verglasung, P5A Glas, oder 8mm Polycarbonat reicht nicht!

Paniktüren: Es darf nur Sicherheitsglas eingesetzt werden,
das DIN EN 1627 /1630 geprüft ist.

Sicherheitsglas gemäß EN 356 (also P1A - P5A Glas und P6B -P8B Glas) darf nicht verwendet werden.
In der Praxis ist das häufig nicht bekannt weshalb fälschlicherweise auch P4A Glas oder P5A Verglasungen eingesetzt werden. 

Warnung

Nicht zulässige Verglasung

P1A - P5A Glas
P6B - P8B Glas
8mm Polycarbonat

Warnung

Zulässige Verglasungen

SILATEC RC2 Panikglas
SILATEC RC3 Panikglas
SILATEC RC4 Panikglas

SILATEC Panikverglasung -
für jede Anforderung das richtige Glas.

• über 30 geprüfte Glastypen

•  variable in der Dicke ab 16mm

•  Außenscheibe aus ESG oder VSG

•  freie Auswahl an Sonnenschutzbeschichtungen

•  als 2-fach oder 3-fach Isolierglas

•  mit Brandschutzglas

•  mit Alarmschleife

•  geprüfte Durchschusshemmung gem. EN 1063

•  in den Rahmensytemen der meisten Hersteller ist

   Silatec Panikglas bereits geprüft und zugelassen

Prüfberichte nach DIN EN 1627 / 1630

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Paniktüren:
warum nur wenige Verglasungen zugelassen sind.

SILATEC RC2 Glas, RC3 Glas und RC4 Glas für Paniktüren

SILATEC RC2 Glas, RC3 Glas und RC4 Glas haben wir speziell für einbruchhemmende Paniktüren entwickelt. Der überlegene Sicherheitsvorteil resultiert aus dem SILATEC Prinzip: außen Glas und im Kern Polycarbonat. SILATEC RC2, RC3, RC4, RC5 und RC6 Verglasungen sind besonders dünn und leicht. Türen und Fenster können bequem geöffnet werden – auch von nicht ganz so kräftigen Personen. Und bei der Montage lassen sich bereits Kosten sparen.
SILATEC Panikglas ist gemäß DIN EN 1627 geprüft und damit explizit für die Verwendung in Fluchttüren bzw. Paniktüren zertifiziert. In den Widerstandsklassen RC2 Glas, RC3 Glas und RC4 Glas sind Abmessungen bis 2 x 3 m möglich.

RC2 Verglasung:

SILATEC RC2 Verglasungen für Fluchttüren sind ab nur 16 mm Dicke erhältlich. Als 2-fach Verglasung ab 32 mm und ab 44 mm als 3-fach Verglasung. Die optische Erscheinung der RC2 Verglasung lässt sich an vorhandene Glasscheiben in der Fassade anpassen. Kombinationen aus RC2 Glas und Brandschutz sind möglich.

RC3 Verglasung:

Mit nur 28 mm  ist die SILATEC RC3 Verglasung besonders dünn und als 2-fach Isolierglas gerade mal 38 mm schlank. Als 3-fach Isolierglas ist die SILATEC RC3 Verglasung 56 mm dick. Die Ansicht – also der Farbeindruck – lässt sich bestehenden Glaselementen in der Fassade anpassen. Kombinationen aus SILATEC RC3 Glas mit Brandschutz sind möglich.

RC4 Verglasung:

Unsere RC4 Verglasung misst nur superschlanke 40 mm und lässt sich somit problemlos in gängige Rahmensysteme einbauen. Als 2-fach Isolierglas sind es 54 mm und als 3-fach Isolierglas ist die SILATEC RC4 Verglasung 68 mm dick. Kombinationen aus unserem RC4 Glas und Brandschutz sind ebenfalls möglich.

  • über 30 geprüfte Glastypen
  • Zugelassen für Rahmensysteme
    der meisten Hersteller
  • Optik angleichbar
  • schnelle Lieferzeit

SILATEC Panikverglasung – Produktkatalog


SILATEC RC2-4 Glas
RC2 PaniktüreSILATEC RC2 Panikglas16 mm
RC3 PaniktüreSILATEC RC3 Panikglas28 mm
RC4 PaniktüreSILATEC RC4 Panikglas40 mm

SILATEC Panikglas mit Polycarbonat finden Sie hier in über 30 geprüften Varianten an RC2 Glas, RC3 Glas und RC4 Glas.
Verglasung für Paniktüren
Typ Name Abmessungen max.
[mm]
Dicke
[mm]
Gewicht
[kg/m2]
U*
[W/m2K]
&TL*
[%]
g*
[%]
Rw
[dB]
Optionen Tc
ASAWSus
RC2 Panikglas
monoSILATEC RC2 panic 16/291600 x 300016294,740 1)
mono EI 30SILATEC RC2 panic 27/55 EI301400 x 300027544,541 3)
mono EI 60SILATEC RC2 panic 35/75 EI601400 x 300035744,342
mono EI 90SILATEC RC2 panic 49/106 EI901400 x 2850491054,144
i2SILATEC RC2 panic 32/44 i21600 x 300032441,0 (Kr) 1,1 (Ar)41 3)
i2 EI 30SILATEC RC2 panic 46/76 EI30 i21400 x 300046761,0 (Kr) 1,3 (Ar)42 3)
i2 EI 60SILATEC RC2 panic 55/95 EI60 i21400 x 300055951,0 (Kr) 1,3 (Ar)43 3)
i2 EI 90SILATEC RC2 panic 68/127 EI90 i21400 x 285068 – 1271,0 (Kr) 1,3 (Ar)45 3)
i3SILATEC RC2 panic 44/59 i31600 x 300044590,6 (Kr) 0,9 (Ar)43 3)
RC3 Panikglas
monoSILATEC RC3 panic 28/532000 x 300028534,242 1)
mono BR4-NSSILATEC RC3 panic BR4-NS 33/562000 x 300034594,242 1)
mono EI 30SILATEC RC3 panic 38/75 EI301400 x 300038754,043 3)
SILATEC RC3 panic 38/75 EI301400 x 300038754,043 3)
mono EI 60SILATEC RC3 panic 46/95 EI601400 x 300046953,944 3)
mono EI 90SILATEC RC3 panic 59/126 EI901400 x 2850591263,846 3)
i2SILATEC RC3 panic 38/59 i22000 x 300038591,1 (Kr) 1,6 (Ar)42 1)
SILATEC RC3 panic 44/68 i22000 x 300044681,0 (Kr) 1,3 (Ar)43 1)
i2 BR4-NSSILATEC RC3 panic BR4-NS 50/74 i22000 x 300050741,0 (Kr) 1,3 (Ar)43 1)
i2 EI 30SILATEC RC3 panic 57/97 EI30 i21400 x 300057971,0 (Kr) 1,3 (Ar)44 3)
i2 EI 60SILATEC RC3 panic 66/116 EI60 i21400 x 3000661161,0 (Kr) 1,3 (Ar)45 3)
i2 EI 90SILATEC RC3 panic 79/148 EI90 i21400 x 2850791481,0 (Kr) 1,3 (Ar)45 3)
i3SILATEC RC3 panic 56/83 i32000 x 300056830,6 (Kr) 0,9 (Ar)45 1)
i3 BR4-NSSILATEC RC3 panic BR4-NS 62/89 i32000 x 300062890,6 (Kr) 0,9 (Ar)45 1)
RC4 Panikglas
monoSILATEC RC4 panic D 41/692000 x 300040693,544 3)
mono BR4-NSSILATEC RC4 panic D BR4-NS 46/752000 x 300046753,544 3)
mono EI 30SILATEC RC4 panic D 51/94 EI 301400 x 300051943,545 3)
mono EI 60SILATEC RC4 panic D 60/114 EI 601400 x 3000591143,545 3)
mono EI 90SILATEC RC4 panic D 74/145 EI 901400 x 2850731453,546 3)
i2SILATEC RC4 panic D 54/83 i22000 x 300054831,0 (Kr) 1,4 (Ar)44 3)
i2 BR4-NSSILATEC RC4 panic D BR4-NS 60/90 i22000 x 300060901,0 (Kr) 1,4 (Ar)44 3)
i2 EI 30SILATEC RC4 panic D 69/116 EI 30 i21400 x 3000681161,0 (Kr) 1,4 (Ar)45 3)
i2 EI 60SILATEC RC4 panic D 77/78 EI 60 i21400 x 1400771351,0 (Kr) 1,4 (Ar)45 3)
i2 EI 90SILATEC RC4 panic D 91/167 EI 90 i21400 x 2850901671,0 (Kr) 1,4 (Ar)46 3)
i3SILATEC RC4 panic D 69/99 i32000 x 300068990,6 (Kr) 0,9 (Ar)46 3)
(mm)
(kg/m2
Diese sind abhängig von der Größe der Scheibe, Lasten (z.B.Windlast) sowie von Richtlinien und Vorschriften
mono, i2, i3 monolithisch, Isolierglas, Dreifachisolierglas
Wärmedurchgangskoeffizient. Je kleiner der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.
KrKrypton
ArArgon
TL Lichtdurchlässigkeit. Je größer der Wert, desto mehr Licht gelangt durch die Verglasung
gGesamtenergiedurchlässigkeit. Je kleiner der Wert, desto weniger Energie gelangt durch die Verglasung.
RwSchalldämmmaß. Je größer der Wert, desto besser ist die Schalldämmung. Die angegebenen Werte beziehen sich auf Kryptonfüllung.
ASAlarmschleife. Sichtbar oder unsichtbar.
AWAlarmdraht
SuSSonnenschutzbeschichtung

1) 
2)  
3) 
4)
5)
6)
7)
8)
9)
*

Prüfzeugnis
Prüfprotokoll Einzellscheibe
intern ermittelter Schätzwert ohne Prüfbericht 
ausschließlich unsichtbare Alarmschleife möglich 
NATO STANAG 4569 AEP55
GOST Goststandard of Russia
VPAM PM 2007, Fassung 2
EN 1063
Sonderprüfung, siehe Prüfbericht Beschussamt
Bandbreite typischer Werte


Prüfung RC2 und RC3:

Die geprüften Verbundglasaufbauten erfüllen die Anforderungen bezüglich der Widerstandsfähigkeit gegen manuelle Einbruchversuche (Angriff auf die Fläche der Panikverglasung) in den Widerstandsklassen RC2 und RC3 gemäß EN 1627 / 1630 für den Einsatz in Türelementen von Flucht und Rettungswegen. Sowie mindestens die Anforderungen bezüglich der Widerstandsklasse P6B gemäß EN 356. (Die Systemprüfung wird hierdurch nicht ersetzt).

Prüfung RC4 D:
Der geprüfte Verbundglasaufbau wurde in Anlehnung an die Prüfungsanforderungen der Widerstandsklasse RC4 nach DIN EN 1627/1630 geprüft. Er verhindert in der angegebenen Widerstandszeit eine quadratische, durchgrifffähige Öffnung mit 120 mm Seitenlänge. Die innenliegenden Bedienelemente müssen konstruktiv so angeordnet und abgesichert werden, dass diese mit den normativ vorgegebenen Werkzeugsätzen durch die Öffnung im Glas nicht erreicht und betätigt werden können.Der Glasaufbau erreicht die Widerstandsklasse P8B gemäß EN 356 und EH3 gemäß VdS Schadenverhütung. (Die Systemprüfung wird hierdurch nicht ersetzt).

Brandschutz:
Die Kombination aus Brandschutz und Panikverglasung ist eine objektbezogene Sonderlösung. Ein brandschutztechnischer Nachweis in Form einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung liegt nicht vor. Deshalb bedarf die Zustimmung des gesamten Systems, d.h. Glas, Rahmen und der Anschluss an das Bauteil der behördlichen Zustimmung im Einzellfall. Das Brandschutzglas ist i.d.R. angriffseitig angeordnet. Dadurch ergibt sich ein asymmetrischer Glasaufbau. Die Einbaurichtung ist mit der verantwortlichen Behörde abzustimmen.


Alle Werte unterliegen üblichen Toleranzen. Unsere spezielle Verglasungsrichtlinie muss eingehalten werden.

In diesem Lieferprogramm zeigen wir unsere gängigen Produkte. Darüber hinaus produzieren wir auch ausgefallene Sonderlösungen. Fragen Sie uns.

Änderungen der technischen Angaben, Änderungen im Lieferprogramm sowie Änderungen unserer Hinweise behalten wir uns vor. Bei allen Anwendungen sind die gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Unsere speziellen Verglasungsrichtlinien sind zu beachten, andernfalls erlischt unsere Garantie.

In Zweifelsfällen nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

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Warum ist P5A Glas, P6B Glas oder
8mm Polycarbonat nicht zulässig?

Ganz einfach dargestellt: 

Flüchtende Personen müssen durch Paniktüren schnell nach draußen flüchten – natürlich auch dann wenn die Türe zugesperrt ist. Durch spezielle „Türklinken“ – auch Panikbeschläge genannt – lässt sich die Fluchttüre von innen immer öffnen. Auch wenn sie abgesperrt ist. Und das führt zu folgendem Problem: Der Einbrecher weiß das. Wenn es ihm also gelingt, an die innen liegende Türklinke bzw. den Panikbeschlag zu gelangen, ist die Türe im Handumdrehen offen und er erspart sich das mühsame Aufhebeln der Paniktür. Wenn das „falsche“ Glas verbaut ist, schlägt der Einbrecher in wenigen Sekunden ein kleines Loch in die Verglasung – 1 cm  reicht schon. Durch dieses kleine Loch in der Glasscheibe schiebt der Täter ein Stück Draht oder einen Schraubenzieher und  betätigt die Türklinke. Die Türe ist offen.

Warnung

Deshalb dürfen in einbruchhemmende Paniktüren,
Fluchttüren oder Notausgangstüren folgende Verglasungen
nicht verwendet werden:

P4A Glas P5A Glas
mit oder ohne Polycarbonat

P6B Glas, P7B Glas, P8B Glas
8 mm Polycarbonat (PC)

RC2 Glas, RC3 Glas, RC4 Glas
für Fenster und Türen

Warnung

Nur Glasscheiben, in die der Einbrecher kein Loch schlagen kann, auch kein winzig kleines Loch, dürfen eingesetzt werden. Mehr als 30 SILATEC Panikgläser sind für Paniktüren, Fluchttüren und Notausgangstüren zugelassen.

SILATEC RC2 Panikglas
ab 16 mm

SILATEC RC3 Panikglas
ab 28 mm

SILATEC RC4 Panikglas
ab 40 mm

Wie erkenne ich ob Panikverglasungen gem. DIN EN 1627 verbaut werden müssen?

In der Praxis können Ihnen bestimmte Schlagwörter in Anfragen oder Ausschreibungen zusätzliche Hinweise auf die Verwendung von Antipanikglas geben:

Antipanikverglasung, Glas mit Polycarbonat mindestens 8mm, Paniktür, Glas mit Polycarbonat, Antipanikglas, Fluchttür, RC2, RC3 oder RC4 Verglasung, Panikglas, P4A mit Polycarbonat, P4A oder P5A mit mindestens 8mm Polycarbonat, Panikverglasung, Flucht- und Rettungsweg, P5A mit Polycarbonat, Türbeschläge nach DIN EN 179 oder DIN EN 1125, P4A Glas, P5A Glas, P6B Glas mit Polycarbonat, RC2 Glas mit Polycarbonat, RC3 Verglasung mit Polycarbonat.

Wie werden einbruchhemmende
Fluchttüren getestet?

Einbruchhemmende Fluchttüren, Paniktüren oder Notausgangstüren werden von einem Prüfingenieur mit vorgegebenen Werkzeugen angegriffen. Abhängig von der Widerstandsklasse werden bspw. Schraubenzieher, Bohrer, Hammer oder Brecheisen verwendet.

Die Zeit, also wie lange die Türe standhalten muss, ist ebenfalls geregelt. In der Widerstandsklasse RC3 sind es 5 Minuten und in der Widerstandsklasse RC4 doppelt so lange – 10 Minuten. Paniktüre und Glas werden mit unterschiedlichen Werkzeugen angegriffen. Anders als bei einbruchhemmenden Fenstern, bei denen das Glas nicht angegriffen wird. Die verwendeten Werkzeuge und Angriffszeiten ändern sich mit der einbruchhemmenden Widerstandsklasse. Es gibt sechs einbruchhemmende Widerstandsklassen, die in der DIN EN 1627 geregelt sind. Die Widerstandsklasse RC1 hat den geringsten Einbruchschutz und RC6 den höchsten.

Bei RC2 Paniktüren werden die Türe und das Glas 3 Minuten vorwiegend mit Kleinwerkzeugen angegriffen. 10 Minuten hingegen dauert der Einbruchsversuch bei RC4 Paniktüren. Glas und Türe werden hier mit schwerem Werkzeug, wie Elektrobohrmaschine, Beil und Brecheisen angegriffen. 

Widerstandsklasse Typisches Einbruchswerkzeug Angriffzeit
RC2 PaniktüreSchraubenzieher, Zange, Keil 3 Minuten
RC3 Paniktürezusätzlich Brecheisen, Handbohrmaschine5 Minuten
RC4 Paniktürezusätzlich Beil, Säge, Bohrmaschine 10 Minuten
RC5 Paniktürezusätzlich Flex, Elektrosäge 15 Minuten
RC6 Paniktürezusätzlich große Flex, Schlagbohrmaschine20 Minuten
Paniktür gegen Brecheisen
Paniktür gegen Kreissäge
Paniktür gegen Flex
Paniktür gegen Bohrmaschine
Warnung
Bei RC1 RC2, RC3, RC4, RC5, RC6
Paniktüren wird das Glas
geprüft.
Warnung
Bei RC1, RC2, RC3, RC4, RC5, RC6
Fenstern hingegen wird das Glas in der Einbruchprüfung nicht geprüft.

Deshalb dürfen nur wenige, explizit dafür zugelassene RC2, RC3, RC4, RC5, RC6
Verglasungen in Paniktüren verbaut werden.

Hat eine RC2 Paniktüre identisches Glas
wie ein RC2 Fenster?

Nein. Kaum zu glauben, aber wahr.

Der Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Prüfmethode. Bei RC2, RC3, RC4, RC5 und RC6  Fenstern und Türen wird das Glas nicht angegriffen.  Bei einbruchhemmenden Fluchttüren wird das Glas hingegen angegriffen.

Deshalb benötigen einbruchhemmende Fluchttüren bzw. Paniktüren ein „extra Panik geprüftes” Glas.In eine RC2 Paniktüre darf also kein RC2 Glas eingebaut werden. Dasselbe gilt natürlich für RC3 Paniktüren. Auch hier darf kein RC3 Glas eingesetzt werden. Eine RC4 Verglasung für einbruchhemmende Fenster darf ebenfalls NICHT in einbruchhemmende RC4 Fluchttüren eingebaut werden.

In der Praxis kommt es häufig zu Missverständnissen, welches Glas eingesetzt werden muss. SILATEC hat über 30 geprüfte RC2 bis RC6 Verglasungen, die in der Typenbezeichnung das Wort „panic” bzw. „Panikglas” tragen, um klar zu machen, dass diese Sicherheitsglasscheiben für Paniktüren zugelassen sind.

Einbruchhemmende RC2 Fluchttüren haben ein gänzlich anderes Glas als RC2 Fenster und Türen.
Der Grund: Bei der Prüfung der Fluchttüre wird das Glas angegriffen und muss standhalten.
Bei einem RC2 Fenster hingegen wird das Glas nicht angegriffen.

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FAQ's


Eine Verglasung gemäß EN 356 kann in der Prüfung für Paniktüren gem. DIN EN 1627 / 1630 nach geringer Zeit durchbrochen sein. Dadurch kann der innenliegende Panikbeschlag betätigt werden und die Türe ist offen.

Deshalb dürfen soche Verglasungen nicht verwendet werden. Polycarbonat 8 mm darf ebenfalls nicht pauschal eingesetzt werden.

Darf P4A oder P5A Glas für einbruchhemmende Fluchttüren verwendet werden?

Nein, weder P4A noch P5A Glas ist zulässig. Die Verglasung für einbruchhemmende Fluchttüren muss nach DIN EN 1627/1630 in der entsprechender Widerstandsklasse (RC) der Fluchttüre geprüft sein.

Kann die Aussenscheibe bei Isolierverglasungen anstelle von ESG in VSG ausgeführt werden?

Ja, die SILATEC panic Verglasung für Fluchttüren kann angriffseitig (aussen) anstelle von ESG in VSG hergestellt werden. Die Glasdicke erhöht sich dadurch um ca. 3mm, das Flächengewicht um ca. 6kg/m².

Kann das Oberlicht, also die Verglasung oberhalb der einbruchhemmenden Paniktüre, ohne Anforderungen an die DIN EN 1627/1630 ausgeführt werden?

Nach unserer Auffassung nicht. Nur das gesamte Bauelement der Paniktüre bietet ganzheitlichen mechanischen Schutz.

Kann das angegebene Maximalformat des Typs SILATEC RC2 panic größer als 1.600 x 2.300 mm hergestellt werden?

Ja. Die Dicke erhöht sich bis zu dem Maximalformat von 2.000 x 3.000 mm um ca. 2 mm und das Flächengewicht um 5 kg/m2.

Welches Material kann für die Verklebung der SILATEC Panikverglasung im Falz verwendet werden?

Die Materialverträglichkeit zum Glasrandverbund muss gewährleistet sein – im Zweifelsfall müssen Materialverträglichkeitsuntersuchungen durchgeführt werden. Gute Ergebnisse wurden mit Ramsauer 670, einem 2-Komponenten Material, erzielt. Die temperaturbedingte Ausdehnung der Polycarbonatschicht darf durch die Falzraumverklebung nicht behindert werden.

Was bedeutet Randummantelungsband?

Unser sogenanntes Randummantelungsband umschließt die gesamte Glaskante der SILATEC Panikverglasung umlaufend. Dadurch schützen wir den SILATEC Polycarbonat Verbund und den Isolierglas Randverbund vor äusseren Einflüssen. Es ist ca. 0,3 mm dick und besteht aus Aluminium mit zusätzlich schützender Kunststoffbeschichtung und umfasst die Glaskante U-förmig. Die grafische Darstellung entnehmen sie bitte unserer Zeichnung bzw. den Verglasungsrichtlinien.

 

Können Sonnenschutzbeschichtungen in die SILATEC Panik Verglasung integriert werden ?

Ja. Zur Auswahl stehen Sonnenschutzgläser mit leichtem, mittlerer und starkem Sonnenschutz. Die Wirksamkeit von Sonnenschutzglas wird maßgeblich durch deren g-Wert gekennzeichnet. Je geringer der g-Wert ist, desto kleiner ist der Energieeintrag. Typische Kennzahlen haben wir in der Tabelle dargestellt.

 

SonnenschutzLichttransmission
(ca. %)
g-Wert  
(ca. %)
leicht70 - 6540 - 35
mittel65 - 5035 - 30
stark40 - 3030 - 20

Alarmschleife: Sind die SILATEC panic Typen auch mit Alarm erhältlich ?

Ja, Alarmglas ist bei den SILATEC panic Isoliergläsern möglich. Also bei 2-fach und 3-fach Isolierglas. Die äussere bzw. Angriffseitige Glasscheibe besteht dann aus ESG.

Ist Polycarbonat - 8 mm zulässig für einbruchhemmende Fluchttüren ?

Nein. Glasscheiben für einbruchhemmende Fluchttüren gemäß DIN EN 1627/1630 müssen explizit nach dieser Norm auf ihre einbruchhemmenden Eigenschaften geprüft sein. Dasselbe gilt für Verglasungen der Widerstandsklassen P4A oder P5A – sie sind nicht zulässig.

Welches Glas ist zulässig für RC2 Fluchttüren ?

Nur solche RC2 Verglasung, die explizit nach den Anforderungen der DIN EN 1627/1630 für einbruchhemmende Fluchttüren geprüft wurde. An das erforderliche RC2 Glas werden besondere Anforderungen gestellt. Einbruchhemmende Verglasungen gem. EN 356, also P4A, P5A oder P6B reichen nicht aus.

Welches Glas muss in RC3 Fluchttüren verbaut werden ?

Richtig ist die Verwendung einer RC3 Verglasung, die für RC3 Fluchttüren zugelassen ist. Dafür muss das RC 3 Glas entsprechend der Norm für einbruchhemmende Fluchttüren (DIN EN 1627/1630) geprüft sein. Verglasungen der EN 356, wie z.B. P4A, P5A oder P6B sind nicht zulässig.

Gibt es Unterschiede zwischen Paniktüren, Fluchttüren und Notausgangstüren (DIN EN 1627/1630) ?

Alle drei Begriffe bezeichnen dasselbe, nämlich Türen, die für flüchtende Personen leicht und schnell zu öffnen sind. Auch dann, wenn sie abgesperrt sind. 

Was ist ein Panikbeschlag?

Flüchtende Personen müssen schnell aus dem Gebäude rennen können und dürfen nicht von Türen aufgehalten werden. Deshalb werden in Fluchtwegen spezielle Türen verbaut, sogenannte Panik- oder Fluchttüren. Die Türklinke an diesen Fluchttüren heißt Panikbeschlag und ist so konstruiert, dass Menschen in Panik diese intuitiv und schnell öffnen können. Eine horizontale Stange oder Platte als Türöffner lässt sich beispielsweise  einfach und schnell während dem Laufen öffnen. Oder wenn eine Menschenmenge dagegen drückt. In der DIN EN 1125 werden Panikbeschläge für öffentliche Gebäude mit Publikumsverkehr geregelt. In Gebäuden ohne öffentlichen Publikumsverkehr regelt das die DIN EN 179.

Was regelt die DIN EN 1627?

In dieser Norm wird geregelt, wie u.a. einbruchhemmende Fenster und Türen geprüft werden. Die DIN EN 1627 unterscheidet sechs Widerstandsklassen. Die Klasse RC1 hat den geringsten Einbruchschutz und die Widerstandsklasse RC6 den höchsten. Die alten Widerstandsklassen WK1 bis WK6 sind nicht mehr gültig, da sich das Prüfverfahren geändert hat.

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